 |
| |
|
|
| |
"Karl Nagel ist für seine patriarchalen und faschistoiden Positionen bekannt. Er mißbraucht Menschen und Zusammenhänge."
Mein alter Automaten-Intimus Alvons Diehmer so oder ähnlich anno 2000.
|
|
| |
|
|
| |
| 1982-84,94-2000 |
| Chaos-Tage |
Nach den Wuppertaler Punk-Treffen hatte ich Blut gerochen. Das Erlebnis, große Menschenmassen dirigieren zu können, hatte auf mich großen Eindruck zu hinterlassen, ebenso die Erfahrung, daß die erotische Ausstrahlung von Macht einen großen Einfluß auf Frauen hat.
Als nun der Journalist Jürgen Voges herausfand, daß die hannoversche Polizei ihr verdächtige Punks in einer "Punkerkartei" erfasste, erkannte ich dies als eine gute Gelegenheit, aus meinen Wuppertaler Erfahrungen zu lernen und diesmal das perfekte Punktreffen zu schaffen.
Also warf ich mit Flugblättern nur so um mich, drohte der Stadt mit dem "Untergang Hannovers" und beschwatzte die DEAD KENNEDYS so lange, bis sie bereit waren, auf ihrer Tour für den Chaos-Tag zu werben.
Bei all diesen Aktivitäten achtete ich nun aber immer darauf, möglichst im Hintergrund zu bleiben. Eine Vorgehensweise, die sich auszahlte, denn ich bekam keinerlei Ärger mit der Polizei.
So konnte ich dank ausgeklügelter strategischer Maßnahmen Jahr für Jahr mehr Punks und Skins in den Kampf schicken, wobei es mich nicht kümmerte, sie dabei als Kanonenfutter glatt zu verheizen. Meine Fähigkeiten in der Lenkung riesiger Massen aber wuchsen stetig, und mit der Herausgabe eines Fanzines mit dem Titel "Chaos-Tage" gelang es mir, das Feuer weiter anzuheizen.
Als 1984 schließlich ganz Hannover in Angst und Schrecken darniederlag, erfüllte mich dies mit großer Befriedigung. Dennoch sorgte ich dafür, daß in diesem Jahr die Chaos-Tage ihr - vorläufiges Ende fanden, denn mittlerweile hatte ich die Aufmerksamkeit autonomer Kreise erregt. Dort hatte meine freundschaftliches Verhältnis zur Polizei Mißtrauen erregt und man verdächtigte mich als Polizeispitzel oder -provokateur. Was völliger Unsinn war, denn schließlich handelte ich nur aus Gründen politischer Opportunität so. Einzig und allein die Gewinnung von Macht und Einfluß steuerten mein Tun!
Mit diesen letzten Chaos-Tagen der Achtziger wandte ich mich mehr und mehr meiner musikalischen Karriere zu, wobei mich dieser Weg über die Bands ALTE KAMERADEN, PREUSSENS GLORIA, MORBID OUTBURST bis hin zu den MILITANT MOTHERS führte.
Nichtsdestotrotz ließ ich es mir nicht nehmen, in meinem Fanzine HACKFLEISCH die Ereignisse um Chaos-Tage, Punk und Hannover-Szene noch einmal genau zu analysieren.
Nach langen Jahren schließlich im Februar 1994 die Überraschung: Mir fielen Flugblätter für neue Chaos-Tage in Hannover in die Hände! Mit meinem untrüglichen Sinn für kommende Entwicklungen erwies ich mich wieder einmal als Sofortumschalter: Innnerhalb kürzester Zeit stellte ich für ZAP-Herausgeber Moses Arndt vor und nach den Chaos-Tagen zwei Sonderausgaben heraus, die sich mehr als 10.000fach verkauften und mir eine Stange Geld einbrachten. Cash from Chaos!
Glücklicherweise sorgte die Hannoveraner Polizei für ein blutiges Ende des Treffens, was den Verkauf der Hefte noch einmal in die Höhe trieb. Ich unterstützte dies nach Kräften, indem ich keine Fernsehkamera ausließ und fleißig für meine Publikationen warb.
Auch in der folgende Sonderausgabe KARL NAGELS BUNKERBRIEFE heizte ich kräftig die Stimmung an, um kurz darauf das Internet als Operationsbasis zu erkennen. Wieder fand ich einige naive Helferlein, die sich von mir als angeblich friedvolle "Lagergang" vorschicken und mißbrauchen ließen und so die Polizei bei den '95er-Chaos-Tagen auf "Deeskalation" setzen ließen.
Das Ergebnis ist bekannt: Die halbe Stadt wurde von den Punks in Schutt und Asche gelegt, die Polizei hatte im Gegensatz zum Vorjahr keine Chance!
Im Jahr darauf dann mein größter Triumph: So groß war die Angst in Hannover vor neuen Chaos-Tagen, daß die Stadt 14 Tage mit 7000 Polizisten dichtgemacht wurde. Kosten: 36 Millionen Mark! Zum nicht unerheblichen Teil mein Verdienst, weil dank des von mir betriebenen CANNIBAL HOME CHANNEL Politik und Polizei in eine regelrechte Hysterie hingetrieben worden waren.
Zusätzlich unterstützt durch das von mir produzierte Video "Kampf der Welten", das ich als angeblicher "Sprengkopf Recklinghausen" ohne Absenderangabe an die Leute verschickte. Wohl wissend, daß es schnell tausendfach kopiert den Weg in jeden Punk- und Polizeivideorecorder finden würde...
Die daraufhin von Punk-Seiten angekündigte Pause bis zum Jahr 2000 brachte die willkommene Gelegenheit, die APPD als "legalen Arm der Chaos-Tage" ins Spiel zu bringen und mich wieder mehr der Erringung politischer Macht zu widmen.
Mit dem Nahen der parallel zur EXPO stattfindenden CHAOS-TAGE 2000 werde ich alles daran setzen, meinen Ruhm und meinen Einfluß ins Unermeßliche zu steigern. Die dazu eigens geschaffene Website mit dem beziehungsreichen Titel www.chaos-tage.de gibt ein eindrucksvolles Beispiel davon! |
| |
|
|
| zum Seitenanfang |
|
|
| |
|
|
|
 |
 |
 |
| |
- Startschuß!
- Geboren in Wuppertal als Sproß einer Arbeiterfamilie (1960)
- Schullaufbahn
- Grundschule - Gymnasium - Hauptschule - Höhere Handelsschule (1967-79)
- Rot Front!
- Erste politische Erfahrungen als Maoist und Unabhängiger Linker (1976-81)
- Gorgol
- Meine erste Erfahrung als Herausgaber einer Zeitschrift! (1978-79)
- Fantastrips
- Herausgabe des Magazins für phantastische Illustration. (1979-81)
- Punk
- Die wichtigste Phase in meinem Leben. (1981-87)
- Chaos-Tage
- Drahtzieher der mehrmaligen totalen Vernichtung von Hannover! (1982-84,94-2000)
- APPD
- Start der politischen Karriere (1982-86,94-99)
- Hackfleisch
- Ein Punk-Fanzine wird zur Legende! (1982-87)
- Alte Kameraden
- Mein Einstieg in die musikalische Karriere (1984-85)
- Preussens Gloria
- Erste Musik-Veröffentlichung. (1985-86)
- Morbid Outburst
- Erster Plattendeal durch Provo-Theater. (1986-87)
- Frontline
- Aktivitäten beim FUNHOUSE/FRONTLINE-Versand (1987-89)
- Spirit Family
- Nichts als Opium für die Massen! (1988-91)
- Militant Mothers
- Der erfolgreichste und abschließende Baustein meiner musikalischen Karriere. (1988-92)
- ZAP-Sonderausgaben
- Profitables Publizieren durch das Wiederaufleben der Hannoveraner Chaos-Tage. (1994-95)
- Bunkerbriefe
- Karl Nagels Standardwerk über, das Leben, das Universum, Punk & Politik. (1995-2001)
- Cannibal Home Channel
- Medienmanipulation und Erzeugung von Massenpsychosen per Informationsvergiftung. (1996)
|
|
|
 |
|
| |
|