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"Hackfleisch - Bunkerbriefe - Spiritus Rector - jetzt eben Gedankenpest... irgendwie geht's immer weiter..."
ein Euch wohlbekannter Demagoge
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| Der kleine Heimatroman |
| Als Wuppertal mal wieder richtig erregt war... |
Ich gebe zu, es war ein Experiment. Einfach mal schauen, was passiert, wenn man einen "privaten Citybummel" just 25 Jahre nach den legendären Wuppertaler Punktreffen ankündigt. Dabei immer schön den Ball flachhalten und nichts unternehmen, was irgendwie nach "Chaostagen" riecht. Das Ergebnis: Ein nettes Wiedersehen mit diversen alten Bekannten, 200 exzessiv feiernde Jungpunks, eine Nacht im Knast plus Anzeige wegen "Anstiftung zum Landfriedensbruch". So einfach geht das!
Manchmal muß man eben auch ausprobieren, wie Dinge sich entwickeln, wenn man nicht die ganz fette Pauke haut. Ein paar Hinweise zum "artrithischen Rentnertreff" auf der Website, Infos per Newsletter, sonst nichts. Keine Provo-Sprüche, kein "größtes XXX aller Zeiten", kein Mediengequake, kein Rummel. Stattdessen alles sehr gemütlich angehen und die Kirche im Dorf lassen. Es gibt doch tatsächlich Leute, die meinen, all das könnte ich gar nicht. Irrtum, Freunde!
Als dann vor einigen Monaten im Internet die ersten Aufrufe zu "Chaostagen" just an dem Tag auftauchten, an dem ich mit ein paar alten Freunden in der Wuppertaler City ein paar senile Tränen um vergangene Tage vergießen wollte, das war da natürlich kein Zufall, mußte aber nicht unbedingt etwas bedeuten. Zu Chaostagen in diesem oder jenem Kaff wird schließlich fast täglich aufgerufen, was soll's... Ansonsten sprach ja auch nichts dagegen, daß die aufstrebende Punk-Jugend die Gelegenheit nutzt, für ein paar Flaschen Bier zu einem "Treffen der Generationen" vorbeizukommen. Wenn sie sich also dranhängen wollten - bitteschön! Kein Grund, nervös zu werden.
Um so überraschender dann die Meldung der WESTDEUTSCHEN ZEITUNG, daß gerüchteweise "1000 Alt- und Neupunks" im Anmarsch seien, die Polizei diesem Gerücht aber wenig Bedeutung beimesse. Abgesehen davon, daß man mit als unwahr bezeichneten Gerüchten täglich ganze Telefonbücher füllen könnte, begann ich zu ahnen, daß GENAU DADURCH doch ein paar mehr Bunthaarige aufkreuzen würden als vermutet.
Also auf ins schöne Wuppertal, das nun möglicherweise dank medialer Mithilfe noch einmal die gleichen schönen Schauer wie anno '82 verspüren würde!
Der Auftakt gestaltete sich nett und gemütlich beim Italiener, wo mir Martina erst mal eine Pizza spendierte. Die selbe Martina, die 1982 als "Quasi-Sekretärin" im Kommunikationszentrum DIE BÖRSE arbeitete und irgendwie "auf der anderen Seite" stand. Heute schmeisst sie das REX/FORUM ROMANUM, ein Kulturschuppen, wie ich ihn normalerweise nicht freiwillig besuche. Aber für ein paar Tage hieß es nun: Der "Meister des Chaos" und das böse Establishment - EINE FRONT!
Wie es sich gehört, bot sich mir Martina auch gleich an (Achtung: Gelegenheit für platte Witze!), und zwar als mein Chauffeur wie überhaupt als Basis- und Ruhestation. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, und schon saß ich in einem klapprigen Cabrio, das mich zu meiner nächsten Station ins Luisenviertel brachte.
Eine leichte Vorahnung, daß doch mehr im Busch war als vermutet, bekam ich, als wir den Brunnen am Wuppertaler Neumarkt passierten. Dort trieb sich eine wirklich große Menge Bunthaariger herum.
"Nein", sagte Martina und schüttelte energisch den Kopf. "Das ist überhaupt nicht normal!"
Im Luisenviertel traf ich Pökel, der dort mit Freundin und drei Kindern in einem Straßencafe residierte. Pökel ist Punk-Baujahr '79 und war bereits zum Skin mutiert, als ich ihn vor über 25 Jahren kennenlernte. Heute arbeitet er als DJ im Wuppertaler U-CLUB, wo er für den Abend eine kleine Feier organisiert hatte. Eben die erwähnte "arthritische Rentnerparty".
Pökel war bester Laune. "Mal nen ganzen Abend nur Punk spielen. Scheißegal ob jemand tanzt oder nicht. Klasse!" Dieses Privileg hat er sonst in seinem Job eigentlich nie.
Vollbepackt mit elend vielen Scheiben in den U-CLUB, dort eine Diashow aus alten Wuppertaler Punkfotos per Beamer an die Wand, und schon lärmt's los. Nur die Partygäste ließen auf sich warten. Und 30 schon ziemlich sturzbesoffene Punks vor dem Laden dachten auch nicht im Traum daran, reinzugehen, sondern rülpsten und grölten lieber draußen weiter.
"Ich kapier's nicht", meinte irgendwann Pökel doch ziemlich fassunglos. "Wenn wir früher irgendwo hingefahren sind, wo Punkmusik lief, dann war doch auch klar, daß wir da reingehen und nicht draußen abhängen. Ist doch alles Scheiße hier..."
Sprach's und überlegte laut, den Laden einfach dichtmachen. Verarschen läßt er sich nämlich nicht gerne.
Da nun aber doch zumindest nach und nach ein paar Ex-Punks und -Skins aus ihrer Gruft stiegen, ging die Party doch noch weiter, auch wenn der U-CLUB nicht mal halbwegs voll wurde. Und meine diversen Bekannten von außerhalb (die Hamburger POP-Crew sowie Cris aus Karlsruhe) waren wohl auch irgendwie unterwegs verreckt.
Schien also doch eher ein müdes Jubiläum zu werden...
Aber eigentlich bin ich eh schon lange aus dem Alter raus, in dem man von Parties revolutionäre Veränderungen erwartetet. Oder gleich den besten Sex seines Lebens.
Meistens reicht es mir, mich bei bei einer Party mit drei oder vier Leuten zu unterhalten. Am Ende erzählt man ja doch immer wieder die gleichen Geschichten, bis sie einem zum Hals heraushängen. Stattdessen hatte ich Spaß mit Ralf, der gerade die Vierzig geknackt hat und selbstredend kein gewalttätiger Jungskin mehr ist, sondern sich mehr schlecht als recht als Kleindarsteller und Statist durch Werbespots und Theateraufführungen schlägt. Ein Energiebündel ohnegleichen, daß sich wie schon '82 von nichts und niemandem die Laune verderben läßt.
Dafür durfte ich mich mit Simone wie gehabt ununterbrochen streiten, kein Pardon. Seit ich ihr vor 15 Jahren (da war ich 31 und sie 25!) nach 10 Jahren mehr oder minder guter Freundschaft mal gestanden habe, daß sie mein Blut in Wallung bringt, hält sie mich für eine Art Pädophilen und zieht das Bowie-Messer, sobald ich ihr über den Weg laufe. Ohne Anwalt sollte ich eigentlich gar nicht mehr mit ihr reden, weil selbst ein "Schönes Wetter heute..." gnadenlos als Beweis meiner kaputten Persönlichkeit verwurstet wird. Na, gegen einen Vaterkomplex kann man nichts machen - wahrscheinlich schwört sie auch Stein und Bein, daß ihre Eltern niemals Sex miteinander hatten...
Um so entspannender die Konversation mit Axel aka Wim Toelpel, bei dem ich anno 81/82 in die große Humorschule ging und ohne den ich vielleicht als bedauernswerter Automatenpunker geendet wäre.
Wie praktisch, daß er nur ein paar Minuten Fußweg vom U-Club entfernt wohnt, denn damit war auch gleich die Übernachtungsfrage geklärt!
SAMSTAG: ARTRiTHISCHER RENTNERTREFF!
Am nächsten Morgen stellte sich dann heraus, daß auch Martina nur ein paar Straßen weiter ihren ständigen Wohnsitz hat, und bald darauf saß ich wieder in meinem Privattaxi auf dem Weg Richtung Wuppertaler Innenstadt. Genauer: zum REX, denn dort gab es ein paar Dinge zu deponieren, die ich im ungünstigsten Fall nicht der Wuppertaler Polizei überlassen wollte. Z.B. mein Laptop, ohne das unsereiner ja heutzutage gar nicht mehr verreisen kann. Als Internet-Junkie muß man schließlich immer mit der großen, weiten Welt verbunden sein und jederzeit Zugriff auf E-Mails und die neusten Nachrichten haben!
Eine weise Entscheidung, wie sich später noch zeigte.
Martina drückte mir zum Abschied einen echten Monster-Schlüsselbund in die Hände, den man bei böswilliger Auslegung auch zum Totschläger hätte umdeuten können. Aber von soviel Gemeinheit wollte ich bei der Wuppertaler Ordnungsmacht einfach mal nicht ausgehen. Auf jeden Fall hatte ich jetzt Zugang zum REX und konnte meinen Krempel jederzeit wieder abholen.
Und jetzt endlich auf zum Brunnen! Genau der Brunnen, um den sich Wuppertaler Punkrocksagen und -legenden ranken! Wo 1982 zunächst kleinere Punktreffs stattfanden, die dann ab Juni heftig anschwollen und die Stadt in Atem hielten. Ärgerlich, daß genau dieser Brunnen vor ein paar Jahren abgerissen wurde, und mit ihm ein gesprühter Umriß meines ersten Stahlnagels. Sowas verzeiht man nicht.
Mittlerweile steht irgendsoein Möchtegernbrunnen halbwegs an der gleichen Stelle, aber der taugt nicht als Treffpunkt, weil man sich da nicht gemütlich niederlassen und ein Bier zischen kann. Oder in meinem Fall 'ne Limo.
Ich gestehe, ich habe doch ein wenig Herzklopfen, als ich mich gegen 12 dem imaginären Brunnen nähere. Da lungern dann allerdings keine zechenden Punkerhorden rum, aber immerhin ein paar alte Säcke. Z. B. ein gewisser Peter, der auch einen Spitznamen hat, den ich aber genauso wie ihn selbst immer wieder vergesse, obwohl das angesichts seiner Volltätowierung nicht unbedingt einfach ist. (Ok, das Gesicht ist frei, aber trotzdem...) Dabei ist er durchaus ein echter Sympath mit gutem Humor, der sich köstlich amüsiert, daß immer wieder Punks an uns vorbeilaufen.
Das irritiert mich zugegebenermaßen. "Wohin laufen die denn? Treffpunkt ist doch hier am Brunnen."
"Das peilen die aber nicht", meint Peter grinsend. "Die sind alle zum Brunnen am Neumarkt unterwegs, weil das der einzige Brunnen ist, den sie kennen."
Das finde ich dann doch lustig. Eine guter Lackmustest, um herauszufinden, wer sich in Wuppertaler Punk-Geschichte auskennt!
Wie sich herausstellt, können nicht sehr viele unseren Brunnen sehen. Darunter aber immerhin zwei Uniformierte in Grün-Weiß, die sich uns zielstrebig nähern. Eines der Gesichter kommt mir bekannt vor. Das bestätigt der Herr mit Schnurrbart (echter Oldstyle-Cop!), der mich freundlich mit meinem Namen anspricht. Wie in alten Tagen will er von mir wissen, wie viele Bunthaarige denn so zu erwarten seien. In der Beziehung haben die Cops wirklich nicht dazugelernt. Immer auf der Suche nach einem "Veranstalter"!
Aber immerhin leistet er sich eine Meinung über die WZ-Berichterstattung: "Mit der geht's auch immer mehr bergab. Der Anteil der zusammengeschusterten Nachrichten ist bei denen in den letzten Nachrichten deutlich gestiegen."
Glücklich ist er über die WZ-Berichterstattung zu unserer kleinen Jubiläumsfeier deshalb auch nicht. Aber er wünscht uns zum Abschied einen guten Tag.
"Wird alles heute einen entspannten Verlauf nehmen. ", da ist er sich sicher.
Irgendwann spricht mich einer der vielen vorbeimarschierenden Punks an.
"He, wo geht's denn hier zu den Chaostagen?"
Ups. Chaostage! Das mit den 25 Jahren haben die wahrscheinlich gar nicht mitgekriegt.
Ich erkläre ihm die Brunnenproblematik. Daß hier ein Brunnen steht, den nur die alten Säcke sehen können. Die anderen seien am Neumarkt. Da will er dann auch gleich hin.
"Sollen ja 1500 Leute kommen. Wird bestimmt geil!"
Ich muß mich schwer zusammenreißen, um nicht loszuprusten. Unglaublich! Die Gerüchteküche scheint ja völlig von der Leine zu sein.
"Na, dann viel Spaß!"
Die Zahl alter Säcke, die sich am unsichtbaren Brunnen versammeln, überschreitet gegen 13 Uhr die gigantischen ZEHN, und ich beschließe, doch mal kurz am Neumarkt die Lage zu peilen. Dort geben sich bereits über hundert Punks & Konsorten ein lautstarkes Stelldichein. Ist aber alles harmlos.
Eigentlich müßte man denen mal stecken, daß sie am falschen Ort abhängen. Irgendwer, aber bestimmt nicht ich. Wär mir irgendwie zu peinlich, als 46jähriger die Kids über das richtige Punk-Verhalten zuzuquatschen. Also gehe ich wieder. Und kehre nach 10 Schritten wieder um:
"He, Leute! Die alten Säcke treffen sich am Bahnhof, weil da vor 25 Jahren unser Brunnen stand", rufe ich. "Wenn Ihr hier eure Party feiern wollt, ist das ok. Wir wollen uns nicht von euch absetzen... aber das ist hier eben nicht der richtige Ort für uns!"
Keiner bewegt sich, keiner sagt was. Merkwürdiges Gefühl, blöde Idee. Schnell weg und zurück zum Geisterbrunnen!
Wider Erwarten trifft dort nach 10 Minuten der Punk-Mob ein. Sie haben's doch gerafft.
Jetzt wird es auch langsam richtig gemütlich. Über 150 Jubiläumsgäste wirken wie ein Propfen in der Hauptschlagader. Wobei die auch nicht mehr das ist, was sie mal war. Früher war in der Wuppertaler Fußgängerzone mehr los! Ein sterbendes Kaff, wahrlich! Nie könnte ich dorthin zurückziehen!
Die Hälfte der Punks gammelt auf dem Boden rum und stört den Konsumentenfluß. Dazwischen auch ein Mini-Trupp Schwarzgekleideter, der älteste vielleicht 16. Sie warten unentwegt auf die restlichen 1300 Chaoten und buddeln schon mal ein paar Steine aus. "Unser Schwarzes Blöckchen" nennt Peter sie geradezu zärtlich. "Die haben wohl noch was nachzuholen, weil ihre Eltern ihnen verboten haben, nach Rostock zu fahren..."
Eine ganze Reihe altbekannter Gesichter taucht nach und nach auf. Nicht so viele wie erhofft, aber immerhin. Sogar meine Mutter läßt sich kurz blicken.
Langsam wird das lustige Beisammensein exzessiver und lautstärker. Irgendein Typ rennt wild fuchtelnd mit einem Bauschild rum, auf das er CHAOS geschrieben hat. Der Alkohol fließt in Strömen, immer mehr Flaschen zerdeppern mit schauriger Geräuschentwicklung. Ob gezielt oder unabsichtlich im Suff... wer kann das schon sagen?
Auf jeden Fall kriege ich langsam das Gefühl, daß hier noch was passieren wird. Plötzlich lautes Geschrei. In einer Seitenstraße rennt eine Gruppe Punks hinter einem Polizeiwagen her und kehrt mit Triumphgeheul zurück. "Die Bullen ham wir verjagt. War doch voll die Provo, da mit dem Wagen zu stehen!", meint einer.
Oh-oh! Ich schätze, das lassen sich die Cops nun nicht mehr bieten. Die Uhr tickt. Ich greife mir schon mal sicherheitshalber meine Jacke, die die ganze Zeit irgendwo am Boden rumgelegen hat. Sicher ist sicher. Das kann jetzt ganz schnell krachen.
Aber es passiert nichts. Allerdings dünnt sich das Treffen innerhalb der nächsten Viertelstunde kräftig aus, weil sich der Mob in kleinen Gruppen dünne macht. Allerdings nicht in die Botanik, sondern zurück zum Brunnen am Neumarkt. Vielleicht fühlt man sich da ja sicher. Ein Fehlschluß!
In diesem Moment trifft endlich Klaus ein. Auf den hatte ich schon eine ganze Weile gewartet. Anno '81/82 hatte er wie ich aus der Politszene Richtung Punk rübergemacht, weshalb es viele Berührungspunkte zwischen uns gab. Ist ihm zwar etwas peinlich, daß er erst so spät aufkreuzt, aber er hatte die Nacht im Krankenhaus verbracht. Leichte Alkoholvergiftung, die Ankunft in Wuppertal gestern ging wohl direkt in ein derbes Besäufnis über.
Ist natürlich nix mehr los jetzt, da ist er definitiv zu spät. Denke ich. Im gleichen Moment Martinshörner. Wir sehen jede Menge Polizeifahrzeuge vorüberrauschen, Richtung Neumarkt.
Scheint der richtige Moment zu sein, die Lage eben dort zu peilen!
Als wir am Neumarkt ankommen, ist dort von Grün-Weiß nichts zu sehen. Nur die 200 dorthin abgewanderten Punks feiern wie gehabt lautstark. Ich hole meine Videokamera raus, um dieses dekatente Bild festzuhalten, und im gleichen Moment stürmen von zwei Seiten Uniformierte mit Helm, Schild und Knüppel heran. Ein paar Gegenstände fliegen Richtung Polizei, dann ist wilde Flucht angesagt, die Polizei hinterher. Zwei Uniformierte nehmen sich die Zeit, diverse Kästen Bier zu zerschlagen. Widerstand ist zwecklos. Recht und Gesetz gelten für jeden, auch für Gerstensaft!
Allgemeine Hasenjagd ist angesagt. Die Cops greifen sich alles, was verdächtig aussieht und wegläuft. Da spürt mancher 16jährige das volle Gewicht der Staatsmacht auf seinem Brustkorb und darf ordentlich den Knüppel schmecken.
Wird natürlich alles gefilmt, da ich mir als gesetzter Mittvierziger erstmal wenig Sorgen mache, selbst was auf den Pelz zu bekommen.
Überall kleine Einsatzgruppen der Polizei unterwegs, auf der Suche nach Punks. Wirkt alles insgesamt ziemlich planlos. Einer, der wohl das Sagen hat, weist seine Untergebenen an: "Wir müssen die Stadt unter Kontrolle bringen!"
Ein anderer fordert mich ultimativ auf, die Kamera auszuschalten. Das sehe ich gar nicht ein.
"Ich mache hier keine Portraitaufnahmen ihrer Kollegen. Ich filme lediglich das allgemeine Geschehen."
"Haben Sie einen Presseausweis?"
"Den brauche ich nicht. Es ist mein gutes Recht, diese Szenen zu filmen."
"Wenn Sie nicht aufhören zu filmen, werde ich Sie in Gewahrsam nehmen."
"Nur zu. Können Sie gerne machen."
Er will meinen Ausweis. Den kriegt er, parkt mich bei einigen Kollegen. Nach einigen Minuten kehrt Mr. Filmverhinderer zurück.
"Wir haben Zeugenaussagen, daß sie aufwiegelnd auf die Menge eingewirkt haben. Sie sollen gesagt haben 'Warum seid Ihr nicht mehr?'."
Und ist wieder weg.
So ein Quatsch! Der Satz mag von irgendwem stammen, aber nicht von mir! Abgesehen davon hätte ihn auch meine Mutter sagen können, ohne daß es irgendeine Bedeutung hätte.
Plötzlich setzt sich der ganze Polizeitrupp in Marsch. Ich renne hinterher: "So geht das aber nicht... mich einfach stehenlassen! Was ist mit meinem Ausweis?"
"Ach ja... Entschuldigung. Sie sind dann festgenommen. Bitte begeben sich sie sich zur Gefangenensammelstelle dort...!"
Das gefällt mir. Ich war schon längere Zeit nicht mehr im Knast, im Wuppertaler Polzeipräsidium zuletzt vor 25 Jahren. Den Spaß lasse ich mir nicht entgehen!
Das sehen die anderen Uniformierten allerdings anders. Sie weigern sich glatt, die Festnahme zu vollziehen und mich zu den anderen Gefangen zu lassen. Ohne Genehmigung dürfte ich da nicht durch. Da der Cop, der mich festgenommen hat, plötzlich nicht mehr zu sehen ist, hilft's auch nicht, daß ich auf ihn verweise.
"Ich bin festgenommen, Mann! Behindern Sie das nicht! Ich bestehe auf dieses Recht!"
Allgemeines Gelächter von Punkseiten. Die Cops setzen gerade an, mir was zu verpassen, als meine Rettung naht: Mein Polizei-Spezl ist wieder da - ich darf im Kessel Platz nehmen!
Irgendein Altlinker, dessen Gesicht mir dunkel aus früheren Tagen bekannt vorkommt, ruft über die Polizeikette hinweg, ob er irgendwas für mich tun könne.
"Nee, danke, alles ok..."
Stattdessen rufe ich Vincent zu, daß er ins REX gehen soll, um Martina Bescheid zu geben, daß aus einem gemütlichen Abend wohl nichts wird.
Zwei Irokesenträger mit reichlich stumpfen Gesichtsausdruck wollen wohl auch am allgemeinen Rufkonzert mitwirken und brüllen irgendwas von wegen "Verräter... Nazi...!" und zeigen mir den Stinkefinker. Ich kriege einen Lachkrampf. Supershow, total absurd.
Endlich ist Abtransport angesagt. Ich darf in den Polizeiwagen, wo schon drei gefesselte Punks sitzen.
"Der da braucht keine Fesseln. Der ist friedlich."
Ich verzichte darauf, auf meine Fesselung zu bestehen, was sich als Fehler erweist. Meine Mitgefangenen halten mich deshalb nämlich für einen Zivilbullen, und es hilft auch nichts, das abzustreiten. Sie wollen meine Dienstmarke sehen - als Beweis, daß ich KEIN Zivi bin? Sorry, den Spagat kriege ich nicht hin!
Irgendwann bleibt mir nichts anderes übrig, als mich ordentlich aufzuplustern und zu verkünden, daß ich der mächtige Karl Nagel sei, dem sie doch bedenkenlos vertrauen könnten. Das glauben sie mir aber nicht... so eine unscheinbare Halbglatze soll der Herrscher über alle Punker sein, der Meister des Chaos? NIEMALS!
Speziell ein Iroträger - mal wieder! - hat's auf mich abgesehen und versucht mich ununterbrochen zu enttarnen und mir meine unendliche, staatstragende Niederträchtigkeit nachzuweisen. Erst als ich ihm die Nase putze, gibt er sich umgänglicher. Ein wenig. Trotzdem siezt er mich auch weiterhin. Bin halt ein alter Sack - klare Sache!
Im Polizeipräsidium müssen wir erst mal eine ganze Weile im Wagen warten, weil es wohl eine ordentliche Zahl Gefangener abzufertigen gilt. Weil den anderen dreien die Blase drückt, dürfen sie als erste raus. Als ich schließlich dran bin, lasse ich es mir nicht nehmen, den Beamten, dem ich übergeben werde, freundlich mit "Hallo!" zu grüßen.
Das betrachtet der - ein Grauhaariger um die 50 - wohl als besonders renitentes Verhalten, bellt mir gleich ein paar Befehle ins Ohr und durchsucht mich auf sehr unfreundliche Weise. Na, altes Schrot und Korn halt.
Dann führt mich ein anderer zur Zelle, in die sie schon 20 Leute gepackt haben. Ein infernalisches Lärmkonzert und ein Höllengestank nach Käsefüßen erwarten mich dort. Der Gestank ist so derbe, daß er sogar den Pissegeruch überdeckt. Denn eigentlich müßte es angesichts der stetig wachsenden Urinlache kräftig nach Pipi stinken. Auf's Klo darf nämlich keiner, und die Fenster sind auch geschlossen. Also wird in die Ecke gepinkelt.
So sitzt man also auf dem Boden und schwitzt wie im tropischen Regenwald. Und da ständig jemand dafür sorgt, daß die Pißecke größer wird, müssen wir uns eben ebenso ständig weiter in den noch nicht kontaminierten Teil der Zelle zurückziehen, was die Platzprobleme in der ohnehin überfüllten Zelle noch vergrößert.
Immer mehr Punks beginnen durchzudrehen, schreien sich gegenseitig an, hämmern an die Tür, verdächtigen oder beschuldigen ihre Zellengenossen um dieses oder jenes. Sie wollen einfach nur noch RAUS! Andere SCHREIEN, daß man doch besser RUHIG sein solle, weil man sonst NIE rauskäme. Weil aber dauernd jemand Ermahnungen schreit und andere dagegenhalten, ist es nie ruhig.
Mal schauen, ob es mir gelingt, den Lärmterror einfach auszublenden und geistig in anderen Dimensionen herumzuwandern. Klappt ganz gut, das ist halt der Vorteil, ein paar Jährchen alter zu sein. Da flippt man nicht gleich aus, wenn die Hütte brennt.
Die meisten Festgenommenen sind zwischen 14 und 17 Jahren, weshalb ihnen ein wenig die Düse geht, was als nächstes geschehen könne. Genau die richtige Situation, in der ein alter Sack mal zu was nütze ist. Schnell avanciere ich zum Rechtsberater der Zelle. Ich erkläre ihnen, daß eine Festnahme nicht unbedingt mit einer Anzeige verbunden ist, woraus manche den Umkehrschluß ziehen, ihnen könne nichts passieren, weil sie ja nichts gemacht hätten.
Es folgt Teil Zwei des Rechtskunde-Kurses: Nicht jeder, der vor Gericht landet, hat auch etwas gemacht, und im Knast kann man auch unschuldig landen. Klar ist ansonsten, daß die jüngeren Zelleninsassen wohl als erste rauskommen, allerdings von ihren Eltern abgeholt werden.
Irgendwann fällt mir ein, daß vor 25 Jahren immer gerne in der Gemeinschaftszelle ein Liedchen geträllert wurde, um die Stimmung zu bessern. Als praktizierender Vater kann ich einiges zum Liedgut beitragen, und schon singen 20 Punkerkehlen "Hänschen klein", "Bi-Ba-Butzmann" und "Alle meine Entchen".
Endlich werden die Fenster geöffnet, und ab sofort ist auch der Toilettengang möglich. Sogar Wasser wird ausgeschenkt. Dank der sinkenden Luftfeuchtigkeit und dem sinkenden Urinnachschub wird der Pinkelsee kleiner. Die Verdunstung, sie lebe hoch!
In wahren Trauben hängen die Leute am Fenster, um frische Luft zu atmen und im Innenhof der Polizeipräsidiums die Lage zu peilen. Manchmal wird so auch Kontakt zur Nachbarzelle aufgenommen.
Der Alkoholpegel im Blut erreicht langdsam der Vernunft zuträgliche Maße, und selbst mit der Iro-Nervensäge aus dem Bullentransporter kann man mittlerweile ganz normal reden. Die Masse von ständig brüllenden Ultrahardcorepunx gerinnt zu Individuen, die durchaus nicht stumpf sind. Sind meist eher nette und gar zurückhaltende Leute, kann ich nicht anders sagen.
Die ersten werden zu Vernehmungen abgeholt oder auch gleich von ihren Eltern in Empfang genommen. Das führt zuerst zu einer allgemeinen Aufhellung der Stimmung, was allerdings nicht bis zum Schluß hält. Die ständige Frage aller: "WANN BIN ICH ENDLICH DRAN?" zerrt an den Nerven.
Selbst Stimmungskanonen wie ein mit homoerotischen Avancen um sich werfender Punk aus Berlin kommt mies drauf. Und ein langhaariger, guteglaunter Freak, der bislang alles weggesteckt hat, krabbelt über den Boden und fleht inständig: "HALTET ALLE EINFACH MAL EURE SCHNAUZE!!!"
Nach und nach kommen doch alle raus. Ich bin der letzte in der Zelle und nutze die Gelegenheit, ein paar alte BAD-BRAINS-Songs zu trällern. Klasse, wie das jetzt in der leeren Zelle hallt. Auf dem Hof dürfte man auch noch einiges hören.
Dann werde endlich ich zur Vernehmung abgeholt. Man wirft mir "Aufstachelung zum Landfriedensbruch" vor. Na, da müssen sie aber ordentlich die Lügenmaschine anwerfen, um daraus ein Gerichtsverfahren zu machen! Mal schauen, wann ich erfahre, daß ich in einer flammende Rede zu Selbstmordanschlägen und zur Vergewaltigung von Rentnerinnen aufgerufen habe...
Na immerhin, der vernehmende Beamte ist kein Arschloch Erster Klasse, sondern ganz umgänglich. Sogar meine Fotokamera kriege ich zurück, weil nachweislich nix drauf ist. Aber mein USB-Stick wird einbehalten, und nicht nur die DV-Videocassette, sondern die Kamera gleich mit.
"Aber von ihrem Informationstrupp wird mit Sicherheit der gleiche Cassettentyp verwendet. Das Band passt doch in ihre Kameras..."
"Wenn Sie wüßten, wie veraltet unsere Technik ist. Wir müssen auf Nummer Sicher gehen, daß wir das Material auch abspielen können."
Es folgt die unumgängliche Erkennungsdienstliche Behandlung. Interessant: Die war vor 25 Jahren wesentlich brutaler und mit knackigen Fingerschmerzen verbunden. Diesmal ging's ausgesprochen freundlich zur Sache.
"Na ja, damals waren wohl noch ein paar Kollegen dabei, die ihre Abildung gleich nach dem Krieg gemacht haben. Die sind mittlerweile alle in Pension...", meint einer, als ich diese interessante Veränderung bemerke.
Als ich eine Viertelstunde wieder in Freiheit vor dem Präsidium stehe, heißt es erst mal irgendwie zu meinem Schlafplatz zu kommen. Aber wie, um drei Uhr morgens? Von ein paar Punks, die auch gerade rauskommen, erfahre ich, daß es in Wuppertal mittlerweile tatsächlich einen Nachtverkehr gibt, und ab geht's mit dem Bus nach Elberfeld.
Im REX, wo ich meine Sachen abholen will, finde ich einen Zettel von Martina. Ich soll sie anrufen, egal wie spät es ist. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen und eine halbe Stunde später stehe ich dann auch vor ihrer Tür und lasse mich ins Bett fallen.
Am Sonntag findet sich auch schon bald ein Artikel der WESTDEUTSCHEN ZEITUNG im Internet. Er beginnt damit, daß die "Punk-Ikone" Karl Nagel zur "Jubiläumsfeier 25 Jahre Chaostage Wuppertal vor den City-Arkaden" aufgerufen habe. Unglaublich, wie schnell die Medienberichterstattung zum Thema "Punk" in atemlose Fantasy-Märchen abgleiten! "Conan der Barbar" ist nichts dagegen. Da war dann also "Elberfeld im Ausnahmezustand", klasse! Der Artikel kommt bei mir gleich in die Sammlung!
Daß bei so viel Spaß an der Schreiberei oft die Zeit für Recherche fehlt, kann ich verstehen. Auch müssen manchmal eben ein paar Dinge geradegebogen und vereinfacht werden, damit die Leser es verstehen. So gab es vor 25 Jahren überhaupt noch keine Chaostage, die wurden erst ein halbes Jahr später in Hannover ins Leben gerufen. In Wuppertal nannten wir das ganze einfach nur "Punktreffen". Aber klar, "Chaostage", das klingt dann gleich nach "Schutt & Asche", nach einem marodierenden Mob, der alles kurz und klein schlägt. Schönes Bild also!
Schlau auch, was im Kommentar den damaligen Punks der 80er unterstellt wird. Da traf sich der gemeine Punk also, um die Weltrevolution sowie unbekannte politische Perspektiven zu diskutieren. Dabei interessierte man sich schon damals in erster Linie für das Getränkeangebot des DEUTSCHEN SUPERMARKTS, der an der Punk-Samstagen klasse Bier- und Schnapsumsätze vermelden konnte. Aber die so konstruierte Fallhöhe verschärft die Lage natürlich dramatisch: Selbst die Punks sind nicht mehr das, was sie mal waren - wo soll das alles bloß noch enden?!
Wenn wir uns denn in 25 Jahren zum 50jährigen Jubiläum treffen sollten, wird es der WZ vielleicht auch wieder gelingen, die Punks des Jahres 2007 wie freundliche Chorknaben erscheinen zu lassen...
Immerhin: Der Legendenbildung hat die WZ einen großen Dienst erwiesen! |
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- ... und es hat BUUUMMMMMM gemacht!
- Vorgestern hat's bei mir eingeschlagen wie eine Wasserstoffbombe... (Naturbreit)
- Al Gore, der Retter der Welt!
- Eine wirklich schlimme Katastrophe ist bereits auf dem Wege, und da ändert auch Jesus Gore nichts mehr dran. Stichwort: PEAK OIL! (Hysterie in Öl)
- Auf glühenden Kohlen!
- Wenn der Schalter erst mal umgelegt ist, dann meine ich's ernst. (Singen! Schreien! Jauchzen!)
- Weil ich das will!
- Aber jetzt ist der Knoten geplatzt: Ich brauche eine Band... versteht Ihr: ICH WILL EINE BAND! (Lasst mich singen!)
- Alte Kumpelz, ein Vierteljahrhundert!
- Moderieren Sie hier Ihren Beitrag möglichst knapp mit ein oder zwei Sätzen an. (Auferstanden aus Ruinen)
- Als Wuppertal mal wieder richtig erregt war...
- Ein nettes Wiedersehen mit diversen alten Bekannten, 200 exzessiv feiernde Jungpunks, eine Nacht im Knast plus Anzeige wegen "Anstiftung zum Landfriedensbruch"... (Der kleine Heimatroman)
- Alles über mein RIESEN-Vermögen!
- Neuigkeiten aus Karl Nagels Villa (Der Gläserne Nagel)
- 25 Jahre Punk-Treffen Wuppertal!
- Wenn ich mir meine alten Fotos anschaue und anschließend meine Glatze im Spiegel, dann merke ich, wieviel Zeit mittlerweile vergangen ist (8./9. Juni 2007)
- Mehr Bilder! Mehr! Mehr! Mehr!
- Ok: Ihr wollt mehr Bilder, und ich bin definitiv zu langsam mit der Bearbeitung! (Fotos einfach selbst aufladen)
- Oldschool-Punkband für nette Jubiläums-Rentnerparty gesucht!
- Eigentlich wollte ich mich ja nur mit ein paar alten Punk-Säcken am 9. Juni in der Wuppertaler Innenstadt treffen. (25 Jahre Wuppertaler Punktreffen)
- "Kampf der Welten" - DAS DVD-ORIGINAL statt Schrottkopien!
- Der Chaostage-Kultfilm in Origjnalversion auf DVD! (Der Chaostage-Film)
- 93 Minuten für perverse Voyeure
- Habe gerade die ersten vier DVDs des "Archivs der Pogo-Anarchie" fertiggestellt! (Das Archiv der Pogo-Anarchie auf DVD)
- Drei zusammengeschlagen
- Gestern fiel am Frühstückstisch wohl irgendwie das Wort NAZIS. (Ich alleine)
- Rück Deine Punkbilder raus!
- In den letzten beiden Wochen habe ich nunmehr 720 Punkfotos auf die Website gestellt. (14.01.2007)
- Los geht's mit dem Fotoarchiv!
- Ich habe hier wirklich noch pervers viele Fotos herumliegen, die ich nun alle mal nach und nach online stellen möchte. (31.12.2006)
- Saddam Hussein - Durch die Falltür ins Nichts!
- Bei seiner Exekution gestern früh stürzte Saddam Hussein in ein geschichtliches Niemandsland. (31.12.2006)
- Rumble in the Jungle!
- Wo, bitteschön, geht's denn zum Bürgerkrieg? (6.2.2006)
- Der verlogene Krieg um die Wahrheit
- Kann es sein, daß auch Du nicht länger betrogen und belogen werden möchtest? (26.1.2006)
- Kein Tag ohne Hitler!
- Der Führer im Fernsehen. (24.1.2006)
- Fünf Jahre nach dem Nazi-Overkill
- Wie war das eigentlich mit Karl Nagels "Überlaufen nach rechts?" (23.1.2006)
- Auf, auf zum Hamsterkauf!
- Meine Nachbarin Ilona glaubt nicht daran, daß die Vogelgrippe irgendeine Gefahr werden könnte. (22.1.2006)
- Ah-ma-di-ne-dschad!
- Ah-ma-di-ne-dschad! Ah-ma-di-ne-dschad! Ah-ma-di-ne-dschad! (21.1.2006)
- Sammler, Arbeit und der ganze stumpfe Rest
- Ich hab's ja gewußt, daß das Gejammere bald losgeht. (22.12.2005)
- Nie wieder Parteiarbeit!
- Halleluhja, da steppt der Pogo-Bär aber richtig... (12.12.2005)
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