"Klar bin ich gegen die Todesstrafe. Nur bei Nazis, da wär ich dafür! Damit Schluß ist mit dem brauen Dreck!"
Statement eines nachdenklichen, antifaschistischen Punks...
 
     
 
Bunkerbrief Nr.22/9.4.2001
Nazis wie Du und ich...
Der Feind im eigenen Bett!

Schonmal was von Karlheinz Hoffmann gehört? Das war in den 70ern so ein Typ, der irgendwie aussah, als sei er einem anderen Universum entsprungen. Fetter Kaiser-Wilhelm-Bart, Tarnklamotten, und dauernd robbte er mit seinen Kameraden durch die Wälder. Yep, der Mann war Chef einer Wehrsportgruppe, denn es gab natürlich auch in den 70ern schon hier und da rechtsradikale Gruppen, die weder den Sorten "jugendliches Pickelgesicht" noch "seniler Nazi-Greis" zuzuordnen waren.

Aber solche Mutanten, die hier und da auch schon mal als "Nazi-Rocker" in Erscheinung traten, bekamst Du eigentlich nie persönlich zu Gesicht. Die gab's irgendwie nur im Fernsehen. Die "Neonazis", das waren doch die Bekloppten, die auf dem Münchener Oktoberfest eine Bombe gezündet hatten, und unter Jugendlichen galten Nazis eh als völlig uncool...

Ja, liebe Ex-Genossen und vielleicht-demnächst-Kameraden, weiter geht's mit meinem senilen Rückblick auf längst vergangene Zeiten. Schließlich bin ich ja Zeitzeuge und sogar Mittäter epochemachender Ereignisse gewesen: Der Wiederkehr brutalster Straßenkämpfe zwischen "roter Front" und "brauner Brut" nach fast fünfzigjähriger Unterbrechung!

Entgegen der weitverbreiteten Annahme, daß der ganze Spuk in erster Linie irgendwelchen demokratieunerfahrenen, durchgeknallten Ossis zu verdanken sei, liegt der Beginn der ewigen Gemetzel zwischen "links" und "rechts" rund zehn Jahre vor der Wiedervereinigung, und dieser Ursprung lag im WESTEN! Yep!

Die Gretchenfrage: Wie konnte es eigentlich passieren, daß die in den 70ern völlig isolierten extremen Rechten in 80ern plötzlich enormen politischen Einfluß auf der Straße bekamen? Daß Dir plötzlich an jeder Ecke irgendwelchen gewaltgeilen "Nazi-Skinheads" über den Weg liefen, die zusammen mit rechten Fußballfans Jagd auf Punks machten und auch sonst keinen Nazi-Slogan ausließen?

=> Hat es etwa damit zu tun gehabt, daß der "antifaschistische Widerstand" in seiner Wachsamkeit nachgelassen hatte? Daß die "Nazis" nicht mehr sofort "militante Erziehungsmaßnahmen" zu spüren bekamen, wenn sie auftraten?

Nein... die politische Linke reagierte bei Straßenaktionen irgendwelcher Nazi-Pickelfressen und -Greise paranoid wie eh und je und warf alles in die Schlacht, um "den Anfängen zu wehren".

=> Lag es etwa daran, daß "die Regierung" oder "die Bonzen" beschlossen hatten, den "Faschimus wieder hoffähig" zu machen und durch "rechte Stimmungsmache gegen Ausländer und andere Randgruppen" die "Nazi-Brut" quasi aus der Retorte erzeugt hatten? Vom Verfassungschutz bezahlt, um der nahenden Revolution blutigen Nazi-Terror entgegenzusetzen?

Ja, dieser Schwachsinn wird auch nicht dadurch wahrer, daß man ihn andauernd wiederholt! Er verschweigt nämlich, daß auch in den Jahrzehnten davor von etablierter Politik und Medien meist reaktionärer Müll gekommen war - mit dem Ergebnis von '68er Studentenrevolte, RAF sowie Anti-Atom-Bewegung!

Nein, nicht am Widerstand der Linken gegen Rechts oder an der Politik allgemein hatte sich etwas geändert, sondern in den KÖPFEN, und zwar in denen vieler Heranwachsender!

Während nämlich noch über weite Strecken der 70er die radikale Linke das Rebellentum für sich allein gepachtet hatte, änderte sich das ab 1978 fast schlagartig.

Ja, PUNK war auf der Bildfläche erschienen, und mit ihm eine neue Musik, eine neue Kultur und eine neue Radikalität, die sich gegen die Gesellschaft als Ganzes richtete, die linken "Hippies" inbegriffen, und insbesondere ihre angeblich "rebellische" Kultur, die längst von der Geldmaschine gefressen worden war. "Rockmusik" als Ausdruck dieser "Rebellion" war nur noch peinlich, und noch peinlicher waren die Typen, die meinten, vorrangiges Ziel der "Nazis" sei es, ihre "Gitarren brennen" zu sehen - so damals im Kommunistenblättle ELAN.

Also mußte eine eigene Rebellion her - und die beste Versicherung gegen einen Ausverkauf ist nun mal, sie mit Symbolen zu schmücken, die sich einer Massenvermarktung radikal widersetzen, weil sie Ekel und Abscheu hervorrufen!

Was eignet sich da besser als Nazi-Symbole aller Art, Hakenkreuze, Hitlerzitate und gnadenlose, zynische Witze aus dem Nazi-Repertoir? Zumal man damit die "Hippies" problemlos zur Weißglut treiben kann!

Gerade die Punks aus Arbeiterschichten trieben dieses Spiel oft bis zum Exzess, weil man es so den dort verhassten "Ökos" und "Laberköppen" richtig geben konnte, ohne sich auf deren langatmige und moralisierende Argumentationen einlassen zu müssen. Und obendrein bekam die "langhaarige Sau" vielleicht sogar noch was zwischen die Augen!

Scheiße, plötzlich hatten die ach so lockeren Freaks richtigen Zoff mit der rebellischen Jugend, die da mit Nazi-Devotionalien durch die Nachbarschaft stolzierte, Bands wie "Blitzkrieg" hörte und bei Songs wie "Dachau Disco" erst so richtig in Fahrt kam, begleitet von einem zackigen "Sieg Heil"!

Politik spielte dabei nur eine geringe Rolle, wohl aber der Nationalsozialismus als DAS Mittel zur Provokation.

Und die Linke tat den Punks natürlich den Gefallen: In linken Gazetten wurde Punk panikerfüllt als "faschistoide Jugendbewegung" dramatisiert, die - natürlich gesteuert von Industrie und Kapital! - den "Faschismus wieder gesellschaftsfähig machen" sollte...

Jeder aber, der auch nur ein wenig Einblick in die entstehende Punk-Szene bekam, sah sofort, daß diese Vorwürfe absolut schwachsinnig waren, und schnell standen die als die Verarschten da, die "dem Faschismus immer und überall entgegentreten" wollten.

Punk stellte sich so spätestens ab 1980 als DIE Alternative für all diejenigen dar, die genauso wie ich in linken Kreisen erste politische Erfahrungen gemacht hatten, dort aber nicht die geistige Freiheit fanden, die sie suchten, die linke Meinungsmache, Phrasendrescherei und Humorlosigkeit einfach nur noch zum Kotzen fanden.

Auch ich hatte oft regelrechte Angst, in den schier unerträglichen Plenen irgendwelcher "undogmatischer Linker" als jemand aufzufallen, der diesen ideologischen Müll schon längst nicht mehr nachvollziehen konnte, all die RAF-Jubelarien, klugscheißenden Strategiediskussionen und von Beweisen aller Art unterstützenden Verschwörungstheorien!

... und so kam Punk 1981 wie ein Orkan über mich und veränderte mein Leben völlig: Es wurde intensiver, erlebnisreicher und befreiender, als ich es mir je vorher vorzustellen gewagt hätte!

=> Das hört sich ja alles sehr schön an...fast wie bei den JESUS FREAKS... an welchem Punkt aber kommen die wirklichen Rechten ins Spiel? Wann begannen sie ihren "Straßenterror gegen Punks, Linke, Ausländer und andere Randgruppen"?

Überhaupt nicht! Nicht irgendwelche "Nazis" außerhalb der Szene schickten ihre Truppen gegen die neue Punk-Bewegung auf die Straße, um etwa "Deutschland vom Abschaum zu befreien"! Nein, die ganze Scheiße entstand INNEN!

Das ständige Abhängen vieler Punks in linken Jugendzentren, die damals als einzige Möglichkeit für Punk-Konzerte zur Verfügung standen, führte nämlich zu einem langsamen Verschmelzen der Punk-Szene mit dem dort vorhandenen linken Umfeld. Im Zuge der damals entstehenden "Hausbesetzerbewegung" lebte man zusammen in besetzten Häusern, lieferte sich Schlachten mit der Polizei oder ging gemeinsam auf linke Demos.

Mehr und mehr "Hippies" schnitten sich die Haare ab und färbten sie und sahen den bisherigen Punks teilweise zum Verwechseln ähnlich. Während bereits die ersten Punks - meist die aus Unterschichten - Richtung Fußball abzuwandern begannen, um dort ungestört von den verhassten "Hippie-Punks" die Nazi-Provo fortzuführen, begann irgendwann diese neue Generation "linker Punks" mit ihrem "Kampf gegen den Faschismus" in ihrer "eigenen Szene".

Nun, Ihr wißt sicher, wie gerne junge Männer sich heldenhaft für eine "gerechte Sache" in Pose werfen und liebsten auch dafür kämpfen - wir kennen ja alle diese tollen Indianerfilme! - aber wir wissen natürlich auch daß diese von unglaublichen Hormonschüben getriebene Sorte Mensch keinem spannenden Revierkampf aus dem Wege geht!

Diejenigen nämlich, die schon zu einem Zeitpunkt "auf Punk" gekommen waren, als die ganzen "Hippie-Punks" noch mit langen Haaren auf irgendwelchen Anti-Atom-, Hausbesetzer- oder Friedensdemos herumlatschten, fühlten sich nun richtig vor den Karren gepißt. Ausgerechnet SIE selbst sollten nun also "keine richtigen Punks" sein oder aber gefälligst die Hakenkreuze aus den Punk-Accessoires auszusortieren!

Das taten sie natürlich nicht - wozu waren sie Punks? - sondern legen lieber noch ein paar Briketts auf die Nazi-Provo drauf! Klar, daß es nicht lange dauerte, bis die Fäuste flogen!

Wie praktisch, daß in England bereits vorher eine ähnliche Entwicklung eingesetzt hatte und die eher proletarischen Punks als Zeichen ihrer Ablehnung von Punk-Mode, New Wave und linken "Hippie-Punks" zur wiederauflebenden Skinhead-Bewegung konvertierten. Diese ersten Skinheads sahen sich nun als die "wahren Punks" an und hatten nichts als Verachtung für die neue Generation. Und gaben ihnen gerne was auf die Fresse!

Das ganze schwappte 1980 mit der Musik der "Cockney Rejects" nach Deutschland über, als sich insbesondere in Hamburg und Berlin Punks massenhaft die Haare abrasierten. Dabei sahen sie zwar zunächst noch wie Punks aus, aber nach und nach wichen Lederjacke, Karo-Hose und Springerstiefel typischen Skin-Utensilien wie Bomberjacken und Doc Martens-Schuhen. Ganz vorne dabei: die angeblichen "Nazi-Punks", für die das eine gute Gelegenheit war, sich von den "Hippies mit bunten Haaren" auch optisch abzusetzen.

Das war die Zeit, in der die "Böhsen Onkels" von Punks zu Skinheads mutierten, in Hamburg die "Savage Army"(SA) mit wüsten Prügelorgien die Straßen verunsicherten, kaum ein Konzert ohne Prügeleien zwischen Punks und Skins abging und sich eigentlich jede Band ihren Anti-Nazi-Song ins Set schrieb. "Deutschland muß sterben, damit wir leben können" von SLIME war nur einer davon, aber der wohl bekannteste.

=> Und ratet mal, auf welcher Seite ICH in dieser Zeit stand?!

Ganz einfach: ICH gehörte zu denen, die es richtig GEIL fanden, nach Jahren, in denen man außer den schon öfters genannten rechten Spinnern einfach keine RICHTIGEN Nazis zu sehen bekam, endlich einmal WIRKLICH gegen ein ECHTE Nazi-Gefahr KÄMPFEN konnte! Ich genoß das prickelnde Gefühl, diesen glatzköpfigen NAZIS mit der Brutalo-Aura mutig entgegenzutreten und kein armes, theoretisierendes linkes Würstchen mehr zu sein!

Ja, ICH gehörte zu jenen "Hippie-Punks", die all ihre Hoffnung in die Punk-Bewegung setzen, vom "Krieg in den Städten" träumten, von einem nicht endenwollenden, berauschenden Krawall gegen System und "Faschos", ganz in der Tradition der 30er Jahre. ICH gehörte zu denen, die gebannt an den Lippen derer hingen, die aufregende Geschichten aus Hamburg oder Berlin von "Krieg gegen die Glatzen" zu berichten wußten, von den "Heldendaten", wo man z.b. die "Fascho-Punks" aus der Hamburger Szene geprügelt hatte, wie man jeden Punk, den man mit Nazi-Symbolen erwischte, diese von der Jacke riß, um ihm anschließend ein paar "antifaschistische Lektionen" zu erteilen!

Der Kampf gegen die angeblichen oder tatsächlichen - wer weiß das heute noch wirklich? - Nazi-Skins wurde mehr zur Sinnquelle des eigenen Punk-Seins, und die Polarisierung konnte fröhlich voranschreiten, unterstützt durch per Flugblatt geführte Papierkriege, in denen die Linke ja seit jeher enorme Erfahrung hat...

Dadurch wurde aber auch die andere Seite, die "richtigen" Rechten, auf die Entwicklung aufmerksam gemacht. Genauso wie viele Linke vorher zu Punks, wurde nun die Pickelfraktion, also erfolglose rechte Jugendliche, zu Skinheads und sorgten für die ideologische Untermauerung der noch eher anarchischen Skin-Szene. Ihrer bisherigen Treffpunkte beraubt - in die linken Zentren kam man ja nicht mehr herein - und sich zudem am englischen Vorbild orientierend, strömten die Skins nun in die Fußballstadien, wo es zur "Wiedervereinigung" mit alten Freunden kam. Eine riesige Skin-Welle setzte ein, die Punks wurden fast überall aus den Innenstädten vertrieben.

=> Wieso aber wurden die "Nazi-Glatzen" nicht einfach nach Strich und Faden vermöbelt und von der Straße vertrieben? War das nicht die Zeit der Hausbesetzungen in Berlin, der Hafenstraße, die Zeit heftigsten militanten Straßen-Widerstandes?

Sicher, aber die Fronten verliefen selten wirklich klar, und es machte die Sache auch nicht einfacher, daß auf der anderen Seite Leute waren, mit denen man oft jahrelang befreundet gewesen war. Wie oft erlebte man es, daß die Freunde eines Tages urplötzlich in Skin-Kluft auftauchten, weil sie die "Kameradschaft", den "Zusammenhalt" der Skins einfach besser fanden als die "Feigheit" der meisten Punks. Und es stimmt schon, daß auf manchen Punk-Konzerten ein Dutzend Glatzen das ganze restliche bunthaarige Publikum in Schach hielt und sie sich ihre Gegner immer schön der Reihe nach vorknöpfen konnten...

Ja, es erschütterte einfach bei vielen das mittlerweile durch linke Vorstellungen geprägte Weltbild, in dem die "Nazis" immer eher so was wie fremdartige, unverständliche Aliens gewesen waren - aber keineswegs die Saufkumpels von gestern!

Bei mir hatte dieses Weltbild bereits 1981 erste Risse bekommen, als ich Kit, eine Punk-Frau, kennlernte. Kit wetterte kräftig gegen "Emanzen", was mir überhaupt nicht einleuchtete. Emanzen? Das waren doch die GUTEN! Die, die sich gegen eine von Männern beherrschte Gesellschaft wehrten! Zumindest in meiner linken Vorstellungwelt!

Nix da: "Emanzen wollen weniger Lustobjekte. Ich will mehr!", kommentierte Kit meine Einwände trocken, und mir drehten sich die Hirnwendungen. Die Linken waren also nicht zwangsläufig die "Guten"; da gab's also noch ein paar andere Dinge, die nicht glasklar und wohlgeordnet auf dem Tisch lagen und über die sich das Nachdenken lohnte.

Oder die vielen Punks im Ruhrgebiet, die gar nicht gut auf Türken zu sprechen waren und sie abfällig als "Kanaken" bezeichneten. Bei Nachfragen kam dann heraus, daß irgendwelche Türkengangs es regelmäßig als ihre Aufgabe betrachteten, für "Ordnung und Sauberkeit" zu sorgen und in den Punks ihre willkommenen Kunden sahen. "Ausländer sind unsere Freunde!" - das war also schon mal eine Parole, die nicht unbedingt mit der Realität übereinstimmte!

Das Gefühl, daß sich vielleicht die "große" Polit-Welt, nicht aber das eigene Umfeld, wie aus dem Polit-Lehrbuch in "links" und "rechts" unterteilen ließ, wurde auch dadurch verstärkt, daß mir Skins begegneten, die einen wahren Haß gegen jede Form der Anpassung pflegten - aber von Ausländern forderten, sich anzupassen. Daß ich einen Punk kannte, dem es kein Problem bereitete, die Parolen "Nazi-Punks - Fuck off!" und "Ausländer raus" in einem Arbeitsgang an Hauswände zu sprühen. Daß Leute über Nacht die "Fronten" wechselten. So leicht war das! Es gab keine unüberwindbaren Hürden in Charakter und Einstellung, die dabei im Weg gewesen wären.

Diese Erfahrung, daß die "Nazis" nicht etwas unsagbar Fremdes und Widerwärtiges sind, dem man ohne Gewissensbisse in edelster Absicht endlos auf die Fresse geben kann, sondern teilweise die ehemals EIGENEN Leute, war in meinem Antifa-Weltbild so nicht vorgesehen.

Es war der schiere HORROR, immer befürchten zu müssen, daß vielleicht derjenige, der GERADE JETZT an Deiner Seite steht, wenn es gegen die "Nazi-Glatzen" geht, möglicherweise schon MORGEN auf der Seite eben dieser Glatzen steht! Ja, denkt er vielleicht schon IN DIESEM MOMENT daran, überzulaufen? Es ist wie in "Invasion der Körperfresser", wo Du auch nie weißt, ob Dein Nachbar, Dein Freund, schon längst von den Aliens übernommen wurde!

Diese geradezu neurotische Erfahrung nährt noch heute die paranoide Angst von Punks und "Antifaschisten" davor, daß eigentlich JEDER in der Gefahr steht, von der "braunen Pest" angesteckt zu werden. Daß man völlig hilflos mitansehen muß, wie die AUSSERIRDISCHEN MONSTER die MACHT über Deinen Freund übernehmen, so daß es Dir am Ende nur übrig bleibt, ihn zu erschlagen! Es ist für alle das Beste!

=> Hm... will ich damit etwa andeuten, daß die "Antifaschisten" selbst SCHULD an dieser irren Auseinandersetzung haben, weil sie damals ohne Not, aber in paranoidem Wahn, sich ihre eigenen Nazis aus der Retorte SELBST erzeugt hat?

Nun, "Schuld" ist hier sicher nicht das passende Wort... aber Linke und Punks haben auf jeden Fall kräftig an der Schraube gedreht und ihren Gegner zudem jede Menge "frisches Blut" zugeführt. Zumal in dieser Zeit die politische Rechte aufgrund ihrer eigenen Schwäche zunächst gar kein Interesse am Straßenkampf hatte, die Linke aber glaubte, wie gehabt alles auf die "militärische Lösung" setzen zu können. So ist das halt mit Kriegen: Man fängt sie an, weil man glaubt, sie gewinnen zu können...

Daß das eine Fehleinschätzung war, ist bekannt, und die heutige Situation auch.

Hm... kann es sein, daß Ihr nun ganz ungeduldig von einem Bein auf das andere tretet, weil Euch mittlerweile Opa Nagels Kriegserlebnisse reichen und Ihr stattdessen ein paar bohrende Fragen habt? Z. B. folgende:

=> Wieso benehmen sich die Linken so bescheuert? Oder haben sie etwa aus ihren Fehlern der 80er Jahre gelernt? Müssen wir nicht alle gemeinsam die Zivilisation vor der Barbarei - also den Faschisten! - BEWAHREN? und nicht zu ihnen ÜBERLAUFEN?

IN DER NÄCHSTEN FOLGE:
Weshalb die "Linke" eine vergammelnde Leiche ist, derer sich der Staat mit viel Freude gerne bedient...
 


 
Kommentare
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von Ideen kann man nicht töten!! am 25.05.2006/23:15
Der Artikel hat was, is alles ziemlich gut geschrieben.
Aber es sieht so aus als ob Opa Nagel glaubt "Punk is Dead".
Weder die Mucke noch die Punks sind vergessen.
Im Gegenteil, wir fangen grade erst wieder an.

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